Ganztagsbetreuung

Ganztagsbetreuung Treysa/EVS

Die Ganztagsbetreuung der Eckard- Vonholdt-Schule Treysa auf einen Blick

Zielgruppe

  • geschlechtergemischt

  • 200 Plätze für Grundschulkinder der EVS zwischen 6 und 10 Jahren

Das Team

  • 1 Päd. Leitung & Koordinatorin (Syst. Therapeutin & Erzieherin)

  • 4 pädagogische Fachkräfte

  • 1 Heilpädagogin in Ausbildung

  • 2 Erzieher*innen in Ausbildung

  • 1 Studentin Grundschullehramt

  • 13 Betreuungskräfte ohne fachspezifische Ausbildung im soz. Bereich

  • 4 Hauswirtschaftskräfte für den Küchenbereich

Standort

  • 34613 Treysa

  • Grundschule mit 434 Kindern

  • 8 Betreuungsgruppen

Arbeitsweise

  • Arbeiten in festen Tandem-Teams pro Gruppe

  • Orientierung & Sicherheit für Kinder durch feste Bezugspersonen

  • Jahrgangsteamsitzungen einmal pro Monat

  • Großteamsitzungen einmal in 6 Wochen

  • Arbeiten mit dem lösungsorientierten Ansatz

  • Kreative Angebote (Handarbeit, Theater, Musikalisch sowie Sportiv)

  • feste Rituale, wie Sitzkreise zur Förderung des Austausches und der Reflexionsfähigkeit der Kinder

  • Arbeiten mit einem Gruppen-Belohner-System

  • Soziale Mikroprojekte zur Förderung der emotionalen Kompetenzen der Kinder

  • Mitarbeitercoaching

  • Weiterqualifizierung der Mitarbeiter*innen durch lösungsorientierten & systemischen Eingang

  • individuelle Zusammenarbeit mit Lehrkräften sowie Eltern

  • Förderung erfolgreicher Transitionen der Kinder

NEUIGKEITEN AUS DER STIFTUNG

Unglaublich aber wahr, die Stiftung baut eine weitere Ganztagsbetreuung auf.

Nachdem der päd. Vorstand Björn Keding, gemeinsam mit Bereichsleiter Jörg Stäbler und Ganztagskoordinatorin Alena Meise, am 8. Mai der Elternschaft der Ziegenhainer Grundschule die Stiftung Beiserhaus, sowie das geplante Ganztagskonzept vorstellte, trudelten zeitnah 92 Anmeldungen für die neue Ganztagsbetreuung. welche ab 1.September startet, ein. Bis zu diesem Schritt war jedoch einiges an Vorbereitung nötig: Neben Verhandlungen mit dem Kreis, Vorstellungsgesprächen, um ein adäquates Betreuungs- und Küchenteam zusammenzustellen, war auch eine intensive Konzeptionsarbeit notwendig.

Gemeinsam mit einem Lehrerinnenteam rund um Con-Rektorin Dianna Wachter wurde gemeinsam diskutiert und gedacht, bis die Köpfe rauchten. Die Aufregung ist groß, jedoch können alle den offiziellen Start kaum noch erwarten. Die Stiftung Beiserhaus bedankt sich für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit bei Schulleiterin Isolde Gliemann.

Pakt für den Ganztag – Chance und Herausforderung zugleich

Vor über zweieinhalb Jahren hat sich die Stiftung Beiserhaus an den Bereich der Ganztagsbetreuung herangewagt. Ziel war und ist es weiterhin, diesen zukünftigen Bereich der Kinder- und Jugendhilfe zu professionalisieren. Zukünftig? Bereits jetzt ist unter §24 (GaFöG) im SGB 8 die Ganztagsbetreuung an Grundschulen integriert, jedoch soll es ab 2026 sogar so sein, dass jedes Kind ab der 1. Klasse einen Anspruch auf einen Platz in der Ganztagsbetreuung hat.

Was bedeutet diese gesetzliche Regelung für das Arbeitsfeld? Die Schaffung von offiziellen Rahmenbedingungen, ein Teil-Fachkräftegebot und andere finanzielle Grundlagen. Jedoch auch, dass bis zum Jahr 2026 noch ganz viel passieren muss. Räumlichkeiten müssen an den Schulen geschaffen werden, die finanziellen Mittel müssen neu eruiert und dargestellt werden und professionelle Träger der Kinder- und Jugendhilfe müssen überzeugt werden, dieses Arbeitsfeld in ihr bisheriges Angebot integrieren zu wollen.

Die für uns größte Herausforderung besteht darin, unserem Anspruch an Qualität gerecht zu werden und das unter den aktuellen Rahmenbedingungen, wie z. B. einer schlechten Grundfinanzierung, wodurch es generell nicht möglich ist, ausgebildete Fachkräfte in diesem Bereich zu beschäftigen. Obwohl diese so dringend nötig wären, da die Ganztagsbetreuung einen absoluten Lebensmittelpunkt im Alltag der Kinder darstellt und diese all ihre Themen mitbringen.

Wir haben es generell mit dem Fakt zu tun, dass es ein sehr langer Tag für die Kinder ist und zusätzlich sind wir auch mit Traumatisierung durch Fluchterfahrung oder instabilen Familiensystemen mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. All diese Sorgen, Ängste und Grundthemen treffen im Ganztagsbereich aufeinander. Während der Vormittag dies noch gut deckelt durch hoch strukturierte Unterrichtseinheiten, bricht nach Schulschluss so langsam alles aus den Kindern mit Herausforderungen im Hintergrund aus. Hier bedarf es fachlicher Methoden und einem entsprechenden Umgang, um Gruppendynamiken positiv zu beeinflussen, sowie über genügend Personal zu verfügen. Wir achten darauf, dass unsere Mitarbeiter*innen grundsätzlich in festen Tandems pro Gruppe arbeiten, damit Beziehungsarbeit überhaupt möglich ist. Außerdem haben wir das Glück, einige Fachkräfte in unserem Ganztagsangebot beschäftigen zu können und die anderen Mitarbeiter*innen qualifizieren wir nach, sowohl durch die angebotenen Qualifizierungsmodule für den Ganztag des Schwalm-Eder-Kreises, als auch durch unsere internen Workshops und Fortbildungsangebote. Zusätzlich versuchen wir, fachlichen Input in unsere regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen zu integrieren. Der Anspruch ist es, eine stetige Weiterentwicklung durch Raum zur Selbstreflexion der Mitarbeiter*innen, Coaching -Gespräche und Hospitationen bei Bedarf in den einzelnen Gruppen zu ermöglichen. Außerdem haben wir regelmäßige Konzeptionsarbeit, sowohl mit der Schulleitung als auch mit dem Team fest etabliert. Wir entwickeln Standards in einem Bereich, für welchen es noch keine gibt, installieren nötige Handlungsleitfäden für den pädagogischen Alltag.

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